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André Fahrni
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Wissen einfach vermittelt

Apnoetauchen und Freediven einfach erklärt

André Fahrni
André Fahrni
CEO TSK Zürich
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Apnoetauchen einfach erklärt

Apnoetauchen wird immer bekannter, auch unter dem Namen Freediving. Aber was hat es mit dieser Wassersportart auf sich? Wir haben im Folgenden alles Wissenswerte zum Thema Freediving für dich zusammengetragen….

Was bedeutet Apnoetauchen?

Das Wort Apnoe kommt vom griechischen Ausdruck ápnoia, was Windstille oder auch Atemlosigkeit heißt. Aufs Freediving übertragen bedeutet das, dass ohne Sauerstoffflasche und Atemregler getaucht wird. Zum Einsatz kommen lediglich Gewichte, eine Schwimmbrille oder Tauchmaske sowie Flossen, Luftsäcke und die Lungenkapazität. In kaltem Wasser wird auch mit Neoprenanzug getaucht. Die Gewichte dienen dazu, den Auftrieb zu verringern, der mit Neoprenanzug höher ist. Bei einem Tauchgang mit Neoprenanzug wird also in der Regel auch mehr Gewicht fällig, um dich in die Tiefe zu bringen.Das Tolle an dieser Art des Tauchens ist die hohe Bewegungsfreiheit. Und natürlich fühlt man sich nahezu schwerelos, was jedes Mal wieder ein großartiges Erlebnis ist. Um möglichst lange unter Wasser zu bleiben braucht es nicht nur Übung, sondern auch die richtige Technik, die die bestmögliche Lungenleistung hervorruft.

Apnoetauchen ist eine beliebte Wassersportart, vor allem bei Tauchern und Schnorchlern, die den Ozean noch einmal anders erleben wollen. Wusstest du schon, dass Apnoetauchen sogar eine ziemlich natürliche Sportart ist? Schließlich sind Menschen auch schon früher ohne Atemgeräte getaucht, etwa um Fische zu fangen oder Perlen zu finden. Japanische Muscheltaucher machen das übrigens immer noch so. Auch Speerfischen ist in manchen Ländern Gang und Gäbe.

Wie geht Freediving?

Beim Freediving geht es darum, die Kapazität der Lunge zu erweitern. Denn bei hohem Druck verringert sich (u.a.) deren Volumen. Bei einer Tiefe von 30 Metern drücken bereits 4 Bar auf den Körper, so dass die Lunge nur noch 25 % ihrer eigentlichen Größe hat. Mit speziellen Atemübungen arbeiten Apnoetauchen dagegen. Zwerchfell-, Stoß- und Lungenseitenatmung sind Teil des Trainings. Dadurch bleibt das Zwerchfell elastisch, der Apnoetaucher kann an der Oberfläche mehr Luft einatmen und in der Tiefe fällt der Druckausgleich leichter. Schon Anfänger können mit den richtigen Techniken bald 3 Minuten lang die Luft anhalten und ein paar Meter tief tauchen. Unter Anleitung eines Experten ist das auch völlig unbedenklich.

Wenn du Apnoetauchen lernen willst, gehört der theoretische Teil über die physiologischen Abläufe im menschlichen Körper dazu. Wenn man die kennt, entstehen nämlich manche Schwierigkeiten gar nicht erst und du kannst dich voll und ganz der Unterwasserwelt und dem ultimativen Freiheitsgefühl hingeben.

Welche Disziplinen von Freediving gibt es?

Im Freediving gibt es mehrere Disziplinen, die als Wettkampfsport betrieben werden. Bei anderen geht es vor allem darum, die Schönheit des Meeres oder eines anderen Gewässers zu entdecken. Wir haben alle Disziplinen einmal für dich aufgelistet:

  • Static: Bei dieser Disziplin geht es um die Zeit, die ein Taucher mit angehaltenem Atem im Wasser, meist im Pool, verbringen kann. Dabei bewegt sich der Taucher wenig oder gar nicht.
  • Dynamic: Auch diese Disziplin findet meist im Pool statt. Mit einem Atemzug wird so viel Strecke wie möglich getaucht, Tiefe ist dabei egal. Dynamisches Freediving lässt sich sowohl mit als auch ohne Flossen ausführen, bei Wettkämpfen wird das in der Bewertung unterschieden.
  • No Limits: Wie tief kann man sinken? Der Name No Limits spricht für sich. Mithilfe von Gewichten, als Blei am Körper oder in Form eines Schlittens, wird abgetaucht und der menschliche Körper an seine Grenzen gebracht. Da es dabei schon zu Unfällen kam, ist No Limits keine Wettkampfdisziplin mehr.
  • Constant Weight: Wie der Name schon sagt, bleibt das Gewicht gleich. Das beim Abtauchen genutzte Gewicht muss auch wieder mit an die Oberfläche gebracht werden. Als Hilfsmittel werden Leinen oder Flossen genutzt.
  • Variable Weight: Ab mit dem Schlitten in die Tiefe. Der Aufstieg erfolgt dann mithilfe von Flossen oder einer Leine. Dabei immer schön kontrolliert zu bleiben, ist wichtig.
  • Free Immersion: Bei dieser Disziplin ist Armkraft gefragt. Als Taucher ziehst du dich im Freiwasser an einem Seil in die Tiefe und wieder hinauf.

Wie kann ich Apnoetauchen lernen?

Im Grunde kann tatsächlich jeder das Tauchen ohne Hilfsmittel lernen. Du solltest nicht zu Platzangst neigen, eine gute körperliche Verfassung ist ebenfalls wichtig. Vorteilhaft ist, wenn du schon mit Flossen geschwommen oder geschnorchelt bist. Und dann kannst du im Grunde loslegen. In einem Anfängerkurs lernst du alle Grundlagen des Freedivings und machst deine ersten Tauchgänge. Wenn du dann Blut geleckt hast, kannst du deine Fähigkeiten in einem Fortgeschrittenenkurs ausbauen und auch andere Tiefen erreichen. Wir wünschen gutes Abtauchen!